Donnerstag, 27. April 2017

Walking-In-Your-Shoes Ausbildung

 

Hier einige wichtige Informationen zu: Lehrgang für Ausbilder, Schnell-Ausbildung, Zertifikate bestimmter Ausbildungen können nicht anerkannt werden.



Liebe ausgebildete Walkerinnen und Walker

Unsere Methode Walking-In-Your-Shoes ist im Aufbau und im Wachstum begriffen. Immer mehr Menschen wenden sich dieser Methode zu, als ein Weg zur Selbsterkenntnis und gegenseitigem Verständnis. Die Anwenderliste des Instituts wird immer umfangreicher, und es finden immer mehr und immer verschiedenartigere Kurse in vielen Bereichen dieser Methode statt. Das ist wunderbar! Wir werden immer mehr Walker; das Feld vergrößert sich!


Ausbildung:

Mehr und mehr Anwender, die mit Walking-In-Your-Shoes schon länger arbeiten, bekommen langsam aber sicher auch den Wunsch, ihre reichhaltige, tiefe Erfahrung aus der Praxis weiterzugeben.

Bisher hatten Joseph und ich darauf vertraut, dass künftige Ausbilder in Walking-In-Your-Shoes selbst- und eigenverantwortlich entscheiden würden, wann der richtige Zeitpunkt für eine Ausbildung gekommen ist, und was dann zu tun ist. Wir sind davon ausgegangen, dass jedeR selbst genau wissen wird, wann die eigene Erfahrung weitreichend und umfangreich genug ist, diese in einer eigenen Ausbildungsgruppe in verantwortlicher Weise weiterzugeben. Die Wirklichkeit hat jedoch gezeigt, dass wir leider nicht mehr auf diese Eigenverantwortlichkeit vertrauen können. Wir sind bestürzt und betroffen über einige Ausbilder, die glauben, man könne in kürzester Zeit, ohne die regelmäßige intensive Arbeit in Praxisgruppen, Walking-In-Your-Shoes-Arbeit sicher und fundiert beherrschen. Besorgt sind wir auch über viele, die gerade mit der eigenen Ausbildung fertig sind und sich selbst schon "Ausbilder" nennen. Wir hatten uns nicht vorstellen können, dass es Anbieter geben würde, die diese Selbstverantwortlichkeit auf eine Probe stellen würden, um es mal milde auszudrücken. Trotzdem wollen wir die Entwicklung von Walking-In-Your-Shoes generell frei und kostenlos lassen, sodass jedeR damit gut, selbstbestimmt und frei arbeiten kann. Hier wollen Joseph Culp und ich einen neuen Weg gehen, der es allen ermöglicht, weiter mit "Volldampf" und mit guter Arbeit nach vorne zu gehen.


Ich habe mich mit Joseph über Ausbildungskriterien, bezüglich Inhalte, Umfang und Zeitraum abgesprochen, und wir sind uns einig darüber, dass es keinen Weg um eine volle Ausbildung herum geben kann, genauso, wie es auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel in der Homöopathie, in der Psychotherapie oder im Familienstellen, keinen Weg um eine volle, manchmal langjährige Ausbildung herum geben kann. Unserer festen Überzeugung nach, kann und soll es keine Crash- oder Schnell-Kurse von WIYS geben. Das ist ein Widerspruch in sich selbst. Es hat schon seinen Sinn, wenn eine Ausbildungszeit den Auszubildenden ein kleines Stück seines Lebens begleitet, damit er aus einem eigenen inneren Wachstum, in- und durch die Ausbildung, anderen später in ihrem Wachstum behilflich sein kann. Für diesen Zweck gibt es bei Walking-In-Your-Shoes die Notwendigkeit, die


Mindestanforderungen der Ausbildung zu erfüllen, nämlich


- die Ausbildung selbst (mindestens 8 ganze Tage),

- die umfangreiche Praxis der Praxisgruppen (mindestens 8 ganze Tage), sowie

- die Hospitation in anderen Gruppen (mindestens 2 ganze Tage);


alles miteinander verwoben, in einem Zeitraum von ca. 1 Jahr.

Enorm wichtig ist es, sich über den Zeitraum der Ausbildung, auch außerhalb der Ausbildung, intensiv mit der Praxis auseinanderzusetzen. Dies geschieht in den Praxisgruppen. Es empfiehlt sich sogar, dass sich die Praxisgruppen nach Abschluss der Ausbildungszeit weiter regelmäßig treffen, um weitere Erfahrungen in selbständigen Zusammenhängen zu machen, beispielsweise durch die Gründung eines „Arbeits- und Übungskreises“. Das ist ein sehr guter Übergang in die Selbständigkeit.

Immer dort, wo es Schnell-Ausbildungen gibt, ohne die nötige Zeit, Tiefe und Reife in der Ausbildung zu garantieren, gerät eine Methode in einen schlechten Ruf, der langsam aber sicher die Qualität und den Wert der Methode zerstört. Joseph und ich haben uns aber zum Ziel gemacht, das Wachstum und die Qualität dieser Arbeit in einer Weise zu begleiten, dass auch künftig eine wertvolle Arbeit möglich ist. Wir sind uns einig darüber, dass ein Anwender nach 14-tägiger Ausbildung nicht erfolgreich, dem Selbstverständnis von Walking-In-Your-Shoes nach, mit Ratsuchenden arbeiten kann, zumal ja keine bestimmten Voraussetzungen oder Vor-Erfahrung für die Zulassung zur Ausbildung bestehen. Auch eine Kurz-Ausbildung mit zweimal 4 Tagen in einem Zeitraum von nur drei Monaten, ohne Praxiserfahrung, ist keine vollständige Walking-In-Your-Shoes Ausbildung, sondern nur ein Teil der Ausbildung.

Hierüber geführte Gespräche und Mails mit den Ausbildern dieser „Schnell-Kurse“ sind leider ohne Erfolg und ohne Konsequenzen geblieben. Aus diesem Grund werden wir die Zertifikate aus diesen Schnell-Ausbildungen nicht anerkennen. Das betrifft alle Ausbildungen, die kürzer als ein halbes Jahr gedauert haben, insbesondere solche, die wenig oder überhaupt keine selbst organisierten Praxisgruppen außerhalb der Ausbildungszeit vorgesehen hatten. Die Absolventen dieser Ausbildungen sind daher noch nicht berechtigt WIYS anzubieten, den Namen oder das Logo zu benutzen, und mögen sich bitte an mich wenden, um eine gute Lösung zu finden. Grundsätzlich wird es darum gehen, die fehlende Zeit an anderer Stelle, oder in einer meiner kommenden Ausbildungen (für die Österreicher könnte das in München sein), nachzuholen, um ein anerkanntes und gültiges Zertifikat vom WIYS-Institut zu erhalten. Gerne können wir auch am Telefon darüber sprechen.

Dieser neue Weg entstammt aus keiner Härte, sondern aus der Freiheit der Entscheidung, Walking-In-Your-Shoes für die Zukunft stark zu machen, damit es gut weiter geht. Joseph sagte mir, er sei sich sicher, dass der jüngst verstorbene Mitbegründer von Walking-In-Your-Shoes, John Cogswell, diesen Schritt ganz eindeutig unterstützt hätte.

Schulung für Ausbilder:
Wir haben in diesem Prozess ebenfalls festgestellt, dass es nicht länger ausreicht, Walking-In-Your-Shoes Leiter sich selbst zu überlassen, welche eine eigene Ausbildung anbieten wollen. Es erfordert ganz andere Erfahrungen und Kenntnisse, Walking-In-Your-Shoes zu vermitteln als es zu erlernen. Hier möchten wir einen neuen Beitrag leisten, damit dieser Schritt vom Leiter zum Ausbilder, künftig klarer und fundierter wird. Zu diesem Zweck wird es ab jetzt eine Schulung für angehende Ausbilder geben. Diese ist ab sofort die Voraussetzung dafür, dass eine eigene Ausbildung angeboten werden kann. Die Schulung wird den angehenden Ausbilder auf seinem Weg begleiten und für den kommenden Schritt gut und fundiert vorbereiten. Als Übergangslösung ist die Schulung für diejenigen Ausbilder freiwillig, die zu dem jetzigen Zeitpunkt schon entweder eine eigene Ausbildungsgruppe ganz, oder mindestens zum Teil, absolviert haben.


Voraussetzung der Schulung ist:

- die erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung, die entweder anerkannt ist, oder bei welcher die erforderliche Zeit nachgeholt wurde, siehe oben
- ein gültiges Zertifikat
- intensives Sammeln von Erfahrung während und nach der Ausbildungszeit


Ziel der Schulung ist es:

- Vermittlung von Wissen und Wissensweitergabe
- Vermittlung von Erfahrung und Erfahrungsweitergabe
- Eingehen auf Schwierigkeiten der Auszubildenden
- Häufige Fehler vermeiden
- Supervision der Teilnehmer
- Didaktik, Methodik
- Praxis-/Theorieanteile
- Wie erkläre ich Walking-In-Your-Shoes jemandem, der es nicht kennt
- Worauf kommt es beim Walken an
- Videoaufnahmen (nicht-öffentlich) zu Schulungszwecken untereinander
- Transkribieren von Walks
- Prüfung in Theorie und Praxis


Für alle, die die neue Regelung betrifft, schlagen Joseph und ich vor, dass wir uns gemeinsam treffen. Da wir davon ausgehen, dass Ausbilder oder angehende Ausbilder an einer der kommenden Veranstaltungen mit Joseph Culp und mir im Januar und Februar 2014 teilnehmen werden, wollen wir uns jeweils am Samstagabend, nach dem Veranstaltungstag, mit den Ausbildern zusammensetzen und das gemeinsam besprechen. Das ist dann jeweils am 25. Jan. 2014 in München oder 1. Feb. 2014 in Hannover oder 8. Feb. 2014 in Berlin der Fall.

Joseph und ich freuen uns über diese neue Stufe der Entwicklung, die eine neue Orientierung schafft und viele Leute auf diesem Weg mitnehmen wird. Diese Struktur wird uns helfen, viele zusammenzubringen, alle mitzunehmen und vom eigenen Ego wegzukommen. Als wir „die neue Stufe der Entwicklung“ in Josephs Kurs in Los Angeles gewalkt sind, kam heraus: Leichtigkeit, Einssein, lachen, verbinden, alle einladen, kitzeln, Spaß haben, ein Clown sein, Wissen, das keines ist, wegzulachen, altes vergessen und sich in die andere Richtung drehen.


Liebe Grüße, Christian Assel,

Hannover, den 01.11.2013